Bank.

Heute hatte ich die bisher skurrilste Bankberatung meines Lebens. Zumindest, was die “Location” anging…
Ich wollte ein Unterkonto eines bestehenden Kontos eröffnen. (Wir sind bei der Postbank.) Eigentlich keine große Sache. Dazu bin ich in eine Post-Filiale gegangen. Die Dame hatte grad niemanden, wie sie sagte, “von den Profis” da und hat mir deshalb online einen Termin bei meiner nächsten Filiale ausgemacht. Als ich den Lageplan in der Hand hatte dachte ich: “Komisch, da bin ich doch ständig. Warum weiß ich von dieser Filiale nichts?” Tatsächlich komme ich da ungefähr einmal in der Woche vorbei. Als ich davor stand, wusste ich, warum mir das nie aufgefallen war. Es war ein unscheinbares Bürohaus in einer Seitenstraße. Unten war ein Schild an der Tür, dass es nur Termine nach Vereinbarung gibt. Hatte ich ja. Also habe ich an einem der vielen Knöpfe geklingelt. Ein Herr antwortete mir per Gegensprechanlage. Ich habe brav geantwortet und wurde reingelassen. Dann bin ich mit dem Fahrstuhl in den zweiten Stock gefahren. Dort hat mich der Kundenberater per Handschlag in einem Zwei-Büro-Filialdings empfangen. Außer uns gab es nur noch einen Empfangsmenschen, der im Wesentlichen für Getränke zuständig zu sein schien. Ein bischen war ich die ganze Zeit darauf gefasst, dass gleich der Geist von Kurt Felix erscheint und “Verstehen sie Spaß?” haucht. Die Situation wäre passend gewesen. Ich war fast enttäuscht, dass es dann doch nur ein ganz normales Gespräch war. Nebenbei habe ich von dem Berater auch noch erfahren, dass die meisten Deutschen ungefähr ein Jahr brauchen, um finanziell in der Schweiz “anzukommen” und dass statistisch gesehen die meisten Schweizer in der ersten Jahreshälfte eher Geld sparen und in der zweiten eher welches ausgeben.

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