Ein Jahr Schweiz…

Morgen vor genau einem Jahr, an Leanders drittem Geburtstag, sind wir damals in die Schweiz gezogen. Von Bonn nach Zürich, von einem Ort, in dem wir uns sehr wohlgefühlt haben, viele Freunde hatten (und immer noch haben, zum Glück), in eine Stadt, zu der wir vorher keinerlei Bezug hatten, praktisch niemanden kannten und wahrscheinlich auch nie hingezogen wären, hätten es die Umstände uns nicht aufgezwungen.

Inzwischen sind wir glaube ich ganz gut hier angekommen, und das ging eigentlich auch schneller, als damals, als wir direkt von Japan ins uns unbekannte Bonn gezogen sind. Wahrscheinlich liegt das hauptsächlich an den Kindern, durch die man unweigerlich mehr und schneller Kontakte bekommt, als wenn man alleine irgendwo ankommt. Auch mit der Wohnung hatten wir sehr viel Glück (war ja fast ein “Blindkauf”), wenn sie auch das genaue Gegenteil von unserer alten Bonner Wohnung ist. Aber sie ist einfach sehr komfortabel und die Lage ist, wenn man Kinder hat, ideal.

Auch was die Arbeit angeht, kann ich nicht klagen. Das liegt natürlich auch daran, dass mehr als die halbe Arbeitsgruppe aus alten “Bonnern” besteht und sich im Alltag gar nicht so viel geändert hat, aber sicherlich auch daran, dass wir mit den neuen Kollegen bisher sehr viel Glück hatten. Dieses Jahr wird die Arbeitsgruppe deutlich grösser werden, wobei auch einige alte Bekannte auftauchen werden, worauf ich mich schon sehr freue.

Insofern haben wir glaube ich einen sehr guten Start gehabt. Was natürlich nicht heißt, dass es nicht auch Negatives gab und gibt und man sich oft genug hier auch noch sehr fremd vorkommt. Wobei letzteres eigentlich immer noch an den gleichen Dingen hängt, wie zu Beginn, vor allem natürlich an der Sprache. Ja, damit stehe ich immer noch etwas auf Kriegsfuß. Sprechen geht gar nicht und verstehen, na ja, im direkten Gespräch halbwegs, aber nicht ohne Anstrengung…

Es gibt jetzt noch vieles, was ich über die Eindrücke des ersten Jahres schreiben könnte, zu Land und Leuten, zur Politik, über die ETH, das Leben hier, usw. und so fort. Aber nicht jetzt, sonst wird der Eintrag hier zu lang und das liest dann ja eh keiner (mal abgesehen davon, dass ich jetzt keine Zeit habe… 😉 ). Aber ich habe mir fest vorgenommen, in nächster Zeit mehr zu schreiben und nicht Gunda das Blog alleine zu überlassen.

Apropos Blog, das muss mal dringend aufgehübscht  werden und ein bisschen habe ich in den letzten Tagen ja auch schon damit angefangen. Aber da kommt noch mehr…

Und jetzt gute Nacht, morgen gibt es Kindergeburtstag und das wird nicht unanstrengend 🙂

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