Erste Eindrücke

Letzte Woche Dienstag/Mittwoch war ich also das erste mal in der Schweiz bzw. in Zürich.  Und wenn ich auch außer dem ETH Campus am Hönngerberg  noch nicht viel von der Stadt gesehen habe, so war der Eindruck doch durchaus sehr positiv. Wenn nur nicht alles so teuer wäre… Ein Hamburger bei McDoof für etwa 2€ oder ein simpler Crêpes mit Zimt & Zucker für 3,50€ sind schon ertsmal ein Schock, wenn man bedenkt, dass das hier jeweils nur  einen Euro kostet! Dafür war dann das 24 Stunden Ticket für ganz Zürich für etwa 6€ für Bonner Verhältnisse wieder sehr günstig. Na ja, sind wir erstmal dort, wird man sich daran schon gewöhnen.

Sprachlich war es auch OK. Entweder haben sich alle bemüht, mit mir verständlich zu sprechen, ich habe einfach nur Glück gehabt, oder es ist alles gar nicht so schlimm. Die besonderen sprachlichen Momente gab es aber natürlich auch. Was der junge Mann bei McDoof von mir wollte, blieb mir bis zum Schluss ein Rätsel, aber trotzdem hab’ ich ja das bekommen, was ich wollte. Genauso konnte dann die Frage nach der “Kapelle” im Labor dann vor Ort geklärt werden (Nein, es handelt sich nicht um einen Gebetsraum, der im Labor integriert ist).

Der Eindruck von der ETH ist rundum positiv (wenn das Campus und das Innere der Gebäude vielleicht etwas weniger Zweckmäßigkeit und  etwas mehr Charme vertragen könnten). Alles und alle scheinen sehr professionell zu sein. Allein der Zeitplan für den Laborumbau spricht Bände. Bis August sollen insgesamt 11 Räume unseren Wünschen und Bedürfnissen angepasst werden, während wir uns hier in Bonn jetzt seid weit über einem Jahr mit dem Umbau von gerade einmal ZWEI Laboren herumschlagen. Wenn die das dort wirklich bis August hinbekommen, wäre ich sehr beeindruckt. Zutrauen würde ich es den beiden Herren, die uns das zugesagt haben, jedenfalls.

Nein, was zukünftigen Arbeitsplatz angeht, muss ich mir glaube ich wenig sorgen machen. Was das Leben dort angeht, war zumindest der Start so, dass man auch da hoffnungsvoll in die Zukunft blicken kann.

Was noch? Viele Bilder habe ich gemacht, da werde ich hoffentlich bald ein Album anlegen, dann kann man auch die hier “bewundern” :-)

Los geht’s

Nein, nicht mit dem Umzug in die Schweiz (das wird hoffentlich erst nächstes Jahr passieren), aber mit disem Blog bzw. dieser Webseite. Als wir 2004 nach Japan gingen, haben wir die zwei Jahre dort auch in dieser Form begleitet. Das alles ist immer noch online und findet sich hier: http://gunda-und-thomas-in-japan.typepad.com/japan/

Wer unser Japan-Abenteuer nochmal nachlesen möchte, kann das also immer noch tun ;-)

Genauso wie damals, wollen wir auch diesmal unsere persönlichen Eindrücke und Erlebnisse auf diese Weise festhalten und vielleicht dem ein oder anderen, der in der gleichen Situation ist, mit unseren Erfahrungen weiterhelfen. Dazu werden wir hier auch noch diverse Infos und Links veröffentlichen.

Natürlich ist ein Umzug von Deutschland in die Schweiz nicht so aufregend und exotisch, wie ein Umzug nach Japan, aber trotzdem sicher voller Fallstricke und Fettnäpfchen. Ausserdem ist für uns die Ausgangslage eine ganz andere. Damals wollten wir unbedingt dorthin, wussten aber andererseits, dass wir nur für eine begrenzte Zeit dort sein werden. Außerdem waren wir völlig unabhängig, jetzt sind wir eine kleine Familie mit bald zwei Kindern. Waren wir in Japan in Japan doch auch immer sowas wie Langzeittouristen, so müssen wir uns jetzt viel stärker und vor allem dauerhaft integrieren…

Und so nah die Schweiz auch ist, so ist sie für uns doch eine Terra incognita, waren wir beide doch niemals zuvor da und hatten auch nie einen persönlichen Bezug zu dem Land und der Kultur.

Das wird sich aber ab heute ändern. Während ich diesen Beitrag schreibe, sitze ich schon im Zug in die Schweiz. Daher ist dies auch der richtige Tag, um dieses Blog zu starten. So sind alle Leser quasi von der Stunde Null an dabei :-)

Die Seite selbst ist natürlich noch eine einzige Baustelle und wird sich in nächster Zeit noch sehr verändern und mit Inhalten füllen. Zu der Webseite gibt es auch noch eine Facebook-Seite und einen Twitter-Account. Wer will, kann uns also auch dort begleiten.

Soweit erstmal der erste Beitrag, weiter geht es dann nach meiner Rückkehr mit den ersten Eindrücken aus unserer zukünftigen Heimat.