Tag Archives: japan

IMG_5855 - Sophia,Orange,Print

Vorgestern bei IKEA

Vorgestern waren wir also bei IKEA und das ist jetzt natürlich eigentlich nicht wirklich etwas bemerkenswertes, sondern ganz normaler Alltag. Aber gerade deswegen ist es einen Eintrag hier Blog wert. Denn diese Alltäglichkeit macht den grossen Unterschied zwischen unserem ersten langen Aufenthalt in Japan und dem jetzigen in der Schweiz aus. Damals in Japan waren wir auch einmal bei IKEA (Link: Schweden in Japan) und es war schon ein ziemlicher Event und nicht nur, weil es kurz nach der Eröffnung der damals einzigen IKEA Filiale in Japan war. Nein, in Japan haben wir damals fast alles als irgendeine Art von Event angesehen. Und wenn es auch nur darum ging, Köttbullar bei IKEA mit Stäbchen zu essen… Das war damals ein Tagesausflug, irgendwo in die Provinz Chiba (wie kommt man dahin?), die Kamera war dabei, wir haben viel beobachtet und diskutiert, wie IKEA bei den Japanern ankommt, wie verhalten sich die Leute dort, was ist anders, usw… Und Samstag? Na ja, nicht viel anders als IKEA Köln. Etwa gleich weit und umständlich zu erreichen, die Leute um einen herum sprechen etwas anders, hier und da ein kleiner Unterschied (das Angebot im Restaurant war schlechter), ein paar Fragen (gilt die deutsche Familykarte hier auch?), aber das wäre fast genauso in jeder deutschen IKEA Filiale gewesen, in der man zum ersten mal ist.

Aber das ist es eben, nach gut einem Monat sind wir schon ziemlich mitten im Alltag angekommen, denn dazu sind Deutschland und die Schweiz dann doch zu wenig verschieden, vor allem wenn man mal für lange Zeit wirklich ganz woanders war, als das man dieses permanente Abenteuergefühl und dieses steige Staunen hat.

Aber natürlich ist die Schweiz anders, als Deutschland und Zürich anders als Bonn, aber es ist alles subtiler, man kann es leichter übersehen. Es sind die Details, auf die man achten muss. Und was brachte in dieser Hinsicht nun der Besuch bei IKEA? Was konnte man typisches über die Schweiz lernen? Vielleicht folgendes, was mir zu mindestens schon mehrfach auch an anderer Stelle aufgefallen ist, die Preise. Einkaufen bei IKEA ist in der Schweiz nämlich wirklich sehr günstig. Die Preise sind im Mittel fast identisch zu denen in Deutschland, beachtet man aber, das der Schweizer deutlich mehr verdient im Schnitt, sind die Sachen dort eigentlich ziemlich billig! Was dann aber wieder (nach deutschen Massstäben) unglaublich teuer ist, ist der Lieferservice. Mindestens 99 Franken kostet der Spass!

Wie gesagt, das scheint mir sehr typisch zu sein. Toller Service, aber oft kaum zu bezahlen, während Dinge wie Möbel, Elektrogeräte, Kleidung etc. im Verhältnis zum Einkommen deutlich günstiger sind. Und das merkt man schon auf der Strasse, wenn man sieht, was die Leute so z.B. an mobilen Elektrospielzeug mit sich herumschleppen…

Also doch was gelernt beim IKEA Besuch… ;-)

Los geht’s

Nein, nicht mit dem Umzug in die Schweiz (das wird hoffentlich erst nächstes Jahr passieren), aber mit disem Blog bzw. dieser Webseite. Als wir 2004 nach Japan gingen, haben wir die zwei Jahre dort auch in dieser Form begleitet. Das alles ist immer noch online und findet sich hier: http://gunda-und-thomas-in-japan.typepad.com/japan/

Wer unser Japan-Abenteuer nochmal nachlesen möchte, kann das also immer noch tun ;-)

Genauso wie damals, wollen wir auch diesmal unsere persönlichen Eindrücke und Erlebnisse auf diese Weise festhalten und vielleicht dem ein oder anderen, der in der gleichen Situation ist, mit unseren Erfahrungen weiterhelfen. Dazu werden wir hier auch noch diverse Infos und Links veröffentlichen.

Natürlich ist ein Umzug von Deutschland in die Schweiz nicht so aufregend und exotisch, wie ein Umzug nach Japan, aber trotzdem sicher voller Fallstricke und Fettnäpfchen. Ausserdem ist für uns die Ausgangslage eine ganz andere. Damals wollten wir unbedingt dorthin, wussten aber andererseits, dass wir nur für eine begrenzte Zeit dort sein werden. Außerdem waren wir völlig unabhängig, jetzt sind wir eine kleine Familie mit bald zwei Kindern. Waren wir in Japan in Japan doch auch immer sowas wie Langzeittouristen, so müssen wir uns jetzt viel stärker und vor allem dauerhaft integrieren…

Und so nah die Schweiz auch ist, so ist sie für uns doch eine Terra incognita, waren wir beide doch niemals zuvor da und hatten auch nie einen persönlichen Bezug zu dem Land und der Kultur.

Das wird sich aber ab heute ändern. Während ich diesen Beitrag schreibe, sitze ich schon im Zug in die Schweiz. Daher ist dies auch der richtige Tag, um dieses Blog zu starten. So sind alle Leser quasi von der Stunde Null an dabei :-)

Die Seite selbst ist natürlich noch eine einzige Baustelle und wird sich in nächster Zeit noch sehr verändern und mit Inhalten füllen. Zu der Webseite gibt es auch noch eine Facebook-Seite und einen Twitter-Account. Wer will, kann uns also auch dort begleiten.

Soweit erstmal der erste Beitrag, weiter geht es dann nach meiner Rückkehr mit den ersten Eindrücken aus unserer zukünftigen Heimat.